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Funktionelle Urologie

Das Fachgebiet der funktionellen Urologie

Mit der Einführung der urodynamischen Diagnostik in den klinischen Alltag vor rund 50 Jahren konnte die Harnblasen- und Schliessmuskelfunktion erstmals objektiv untersucht werden. Konsequent entwickelte sich an der Schnittstelle von Urologie, Gynäkologie und Neurologie das Fachgebiet Funktionelle Urologie.

Die Funktionelle Urologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Störungen der Harnblasen- und Beckenbodenfunktion und allen Aspekten der Harninkontinenz. Die Urodynamik als zentrales diagnostisches Werkzeug ermöglicht mit der Messung physiologischer Parameter eine direkte Beurteilung der Funktion des unteren Harntraktes. Sie dient dazu, klinische Symptome quantitativ zu reproduzieren, eine eventuelle Änderung physiologischer Parameter während der Messung in einen pathophysiologischen Zusammenhang zu stellen, eine Diagnose abzuleiten, eine Behandlung einzuleiten und im Verlauf deren Erfolg zu kontrollieren. Die urodynamische Funktionsuntersuchung ermöglicht damit die Klassifizierung einer Störung der Harntraktfunktion in eine Speicherstörung, eine Entleerungsstörung oder eine kombinierte Speicher- und Entleerungsstörung. Diese Einteilung bildet die Grundlage für die Erarbeitung eines Therapiekonzeptes.


Verschiedene Facetten der funktionellen Urologie

Facetten der Funktionellen Urologie sind die Neurourologie, die Urologie der Frau, die funktionelle Kinderurologie, die psychosomatische Urologie und die Behandlung der Harninkontinenz bei Frauen und Männern aller Altersgruppen. Das breite Spektrum der Funktionellen Urologie erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit auf ärztlicher, pflegerischer und therapeutischer Ebene sowie eine geeignete Infrastruktur mit urodynamischen Messeinrichtungen, Sonographie, Röntgendurchleuchtung und Endoskopie. Speziell ausgebildete Pflegekräfte schulen Patientinnen und Patienten in der Handhabung von Hilfsmitteln zur Inkontinenztherapie (Tampons, Pessare, Kondomurinale) oder zur instrumentellen Blasenentleerung (intermittierender Selbstkatheterismus, suprapubischer Katheter). Therapeutisch kommen in den Erkrankungen und Funktionsstörungen des Beckenbodens ausgebildete Physiotherapeuten zum Einsatz. Auf das Fachgebiet der Funktionellen Urologie spezialisierte Zentren können alle diese Aspekte in einem überdisziplinären Rahmen vereinen.


 


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