Home Kontakt Termin DE EN RU AR

Die Blasensenkung ist eine häufige Ursache der Inkontinenz

Eine ausgeprägte Blasensenkung kann mit verschiedenen Methoden gut therapiert werden

Wie kommt es zu einer Blasensenkung?

Die Ursache einer Blasensenkung liegt häufig in der Lockerung und Dehnung des Halteapparates: Im weiblichen Becken sind eine Reihe von Organen in enger Nachbarschaft zueinander und zur Blase gelegen: Vorn direkt hinter dem Schambein die Harnblase und die Harnröhre, in der Mitte Gebärmutter und Scheide und hinten in Richtung Kreuzbein gelegen der Enddarm. Alle diese Organe, also auch die Blase, sind mit den Beckenknochen und auch untereinander durch Muskelzüge und Haltebänder verbunden. Die Ursache für eine Blasensenkung besteht in der starken Beanspruchung der aus Bindegewebe bestehenden Haltebänder im Laufe des Lebens, insbesondere während einer Schwangerschaft und der Geburt. Während einer Schwangerschaft nimmt die Gebärmutter deutlich an Größe und Gewicht zu, ihre Haltebänder werden dadurch sehr beansprucht und gedehnt. Hier besteht durchaus das Risiko, das eines oder mehrerer Bänder abreißen. Auch während einer Geburt können die Muskelzüge und Haltebänder von Blase, Scheide und Gebärmutter gelockert oder gar abgerissen werden und zu einer Blasensenkung führen. Bei Frauen mit einer Bindegewebsschwäche kann es aber auch ohne eine Geburt durch die alltägliche Beanspruchung über die Jahrzehnte zu einer Lockerung und Dehnung des Halteapparates und damit zu einer Blasensenkung kommen. Nach den Wechseljahren kann sich, möglicherweise begünstigt durch hormonelle Faktoren und eine Gewichtszunahme, eine Senkung von Blase, Gebärmutter oder Enddarm bemerkbar machen.


Welche Auswirkungen hat eine Blasensenkung?

Von einer Blasensenkung betroffene Frauen schildern als Symptome ein Fremdkörpergefühl in der Scheide oder bemerken ein unangenehmes Gefühl während des Geschlechtsverkehrs. Auch die Blasenfunktion kann bei einer Blasensenkung betroffen sein, da Blase und Harnröhre ohne eine ausreichende Fixierung am Becken ihrer Funktion nicht mehr vollständig nachkommen können. Die Lockerung insbesondere der Harnröhrenbänder kann eine Harninkontinenz beim Husten und bei körperlicher Betätigung zur Folge haben. Immer wenn durch einen Hustenstoß, das Anheben einer Einkaufstasche oder beim Sport der Druck im Bauchraum erhöht wird, pflanzt sich diese Druckwelle auf die Blase fort und erhöht auch dort den Druck. Normalerweise wird durch einen automatischen Verschluss der Harnröhre verhindert, dass die Blase undicht wird. Fehlt hingegen eine ausreichende Stabilität der Harnröhre, so versagt dieser Verschlussreflex, und es kommt es zu einem ungewollten Harnverlust mit oder ohne begleitendeni Harndrang.


Therapie: Behandlungsmöglichkeiten einer Blasensenkung

Nicht jede Blasensenkung muss behandelt werden. Nur wenn die betroffene Frau Beschwerden hat (zum Beispiel ein Fremdkörpergefühl in der Scheide, Probleme beim Geschlechtsverkehr) oder wenn die Blasenentleerung beeinträchtig ist, sollte eine Blasensenkung abgeklärt und behandelt werden. Nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten sind ein Beckenbodentraining, die lokale Hormongabe und die Verwendung von Pessaren oder speziellen Vaginaltampons. Wenn die Blasensenkung besonders ausgeprägt oder nicht durch konservative Maßnahmen kontrollierbar ist, so kommen eine Reihe von operativen Verfahren in Betracht. Die gesenkte Blase kann dabei auf unterschiedliche Art und Weise angehoben und wieder im Becken fixiert werden. Die Auswahl der Operationsmethode erfordert Erfahrung vom Arzt und ist immer individuell auf die Patientin angepasst.


 


Das KontinenzZentrum Hirslanden ist ein Zentrum der Klinik Hirslanden

Zertifizierte ärztliche Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (PD Dr. med. André Reitz)

PRIMO MEDICO Siegel

Kontakt l Impressum


KontinenzZentrum Hirslanden l Lengghalde 6 l 8008 Zürich l Tel. +41 44 3872910 l Fax. +41 44 3872911 l kontinenzzentrum.hirslanden@hirslanden.ch