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INKONTINENZ – DAS WAR GESTERN!

Erfahrene Experten behandeln Blasenstörungen effektiv und individuell

Restharn: Erschwerte & unvollständige Blasenentleerung behandeln

Bei jedem Toilettengang entleert sich die Harnblase im Normalfall vollständig. Dafür sorgt das Zusammenspiel der Blasenmuskulatur, also Blasenmuskel und Schliessmuskeln. Bleibt nach dem Toilettengang noch Urin in der Harnblase zurück, spricht der Mediziner von einer unvollständigen Blasenentleerung bzw. Restharn. Die Entstehung von sogenannten Blasenentleerungsstörungen wie dieser kann vielfältige Gründe haben. Von einer unvollständigen Blasenentleerung können sowohl Frauen als auch Männer und Kinder betroffen sein. Meist entwickelt sich die Störung schleichend. Betroffene sollten bei entsprechenden Symptomen wie erschwertem Wasserlassen, häufigem Harndrang und Schmerzen einen Urologen aufsuchen. Unsere Spezialisten im KontinenzZentrum Hirslanden besitzen umfassende Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung der Erkrankung und beraten Sie gern zu individuellen Abklärungs- und Therapiemethoden.

Wie macht sich Resturin in der Blase bemerkbar?

Die Bildung von Restharn kann unterschiedliche Ursachen haben.
  • Zu Beginn der Erkrankung des Restharns in der Blase stehen häufiges Wasserlassen am Tage und in der Nacht sowie Blasenschmerzen im Vordergrund. 
  • Von Restharn Betroffene schildern einen mit der Blasenfüllung zunehmenden Schmerz, der sie zwingt, den Urin der Blase in kurzen Intervallen zu entleeren. Der Schmerz klingt einige Zeit nach der Entleerung ab. 
  • Das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleert zu haben, begleitet die Betroffenen meist direkt nach dem Toilettengang und führt dazu, dass sie nach kurzer Zeit erneut die Toilette aufsuchen müssen.
  • Auch das Empfinden, die Blase nicht so einfach entleeren zu können, kennen einige Betroffene. Das erschwerte Wasserlassen begünstigt die Restharnbildung.

Wie viel Restharn ist normal?

Im Internet findet man immer wieder Angaben dazu, wie viel Restharn normal ist. Mal sind es 50 ml, mal sind es bis zu 100 ml, die als Grenzwert angegeben werden, ab dem man einen Arzt konsultieren sollte. Eine Menge von 100 ml gilt in der Regel als pathologisch. Fakt ist aber: Eine völlig gesunde Harnblase entleert sich beim Wasserlassen vollständig. Kommt es zur Restharnbildung – unabhängig davon, wie viele Milliliter Harn in der Blase verbleiben –, sollten Betroffene in jedem Fall die Ursache von einem Spezialisten abklären lassen. Typische Symptome sind ein Restharngefühl nach dem Toilettengang, häufiger Harndrang, teilweise erschwertes Wasserlassen sowie Schmerzen im Blasenbereich. Bei der Untersuchung kann kann der Urologe abklären, welche Gründe für die Bildung von Restharn vorliegen und welche Therapiemöglichkeiten in Frage kommen.

Warum ist Resturin in der Blase problematisch?

Durch den in der Blase verbleibenden Urin können sich Bakterien und Keime leichter dort einnisten und vermehren. Das Risiko von Infektionen steigt, der Resturin begünstigt außerdem die Ausbildung von Blasenentzündungen. Verbleibt ein gewisser Restharn nach dem Wasserlassen, ist die Blase schneller wieder voll. Dieser banale Zusammenhang kann ein Grund für häufiges Wasserlassen sein. Je mehr Restharn in der Blase verbleibt, desto weiter dehnt sie sich aus. Dies ist schmerzhaft für die Betroffenen. Da gleichzeitig der Druck in der Harnblase steigt, kann es in manchen Fällen zu einer unfreiwilligen Entleerung der Harnblase kommen: Zur sogenannten Überlaufinkontinenz, eine Form der Harninkontinenz. Im Extremfall kann es sein, dass eine Blasenentleerung überhaupt nicht mehr möglich ist. Dann sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um eine Schädigung der Nieren durch Rückstau des Urins zu verhindern.

Welche Ursachen können zur Bildung von Restharn führen?

Das Auftreten von Restharn kann verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet mechanische Ursachen – beispielsweise eine Schwäche des Blasenmuskels oder eine Abflussbehinderung – und neurogene Ursachen wie eine Fehlfunktion der nervlichen Steuerung. Diese Faktoren können die Blasenentleerung einschränken und zu einer unvollständigen Entleerung der Blase führen. 

Neurogene Ursachen für die Blasenentleerungsstörung
Sind die Nervenverbindungen zur Harnblase zum Beispiel aufgrund einer neurogenen Erkrankung geschädigt, kann die Blasenmuskulatur den zur Entleerung notwendigen Druck nicht aufbringen. Die Folge: Die Blase entleert sich unvollständig und es verbleibt nach dem Wasserlassen ein Restharn in der Blase. Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes mellitus, ein Schlaganfall oder ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule können für die unvollständige Blasenentleerung verantwortlich sein.

Mechanische Ursachen für die unvollständige oder erschwerte Blasenentleerung
Ist die Blasenmuskulatur selbst zum Beispiel nach einem Harnverhalt überdehnt, kann sich dies auf die Entleerungsfähigkeit auswirken und zur Bildung von Restharn führen. Auch eine Abflussbehinderung der Harnblase so zum Beispiel durch eine vergrösserte Prostata (Benigne Prostatahyperplasie) oder Harnröhrenverengung (Harnröhrenstriktur) zur Bildung von Restharn führen. Schlussendlich kann die Harnröhre oder die Blasenmuskulatur auch durch eine Operation im Becken geschwächt oder geschädigt sein, sodass es zu Blasenentleerungsstörungen kommen kann.

Methoden zur Behandlung einer unvollständigen Blasenentleerung

Restharn: Welche Behandlung bietet sich an?

In Abhängigkeit der Ursache des Restharns bieten sich unterschiedliche Therapiemethoden an. Etabliert hat sich das regelmässige Katheterisieren, der sogenannte Intermittierende Selbstkatheterismus (ISK). Oberstes Ziel dieser Behandlungsmethode ist neben der Blasenentleerung der Schutz der oberen Harnwege (Nieren). Mittels Katheter wird die Harnblase meist 4-6 Mal am Tag von den Patienten selbst entleert. Vorteil: Die Betroffenen können die Katheterisierung selbst durchführen und sind somit unabhängig und flexibel, was entscheidend zur Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. Die ISK reduziert zudem die Gefahr von Infektionen und durch die anschliessende Kontraktion der Blase wird eine Verdickung der Blasenwand durch Überdehnung vermieden. Eine Verdickung der Blasenwand aufgrund von Restharn kann leicht chronifizieren, daher sollte das Auftreten erster Symptome einer unvollständigen Blasenentleerung ernst genommen und alsbald ein Urologe konsultiert werden. 

Bei neurogene Blasenfunktionsstörungen kann die Restharn-Symptomatik mit Medikamenten in Tablettenform oder durch eine funktionelle Stimulationstherapie behandelt werden. Bei der Stimulationstherapie handelt es sich um eine elektrische Reizung des Blasenmuskels, um den geschwächten Muskel gezielt zu trainieren. Dies unterstützt die Regeneration der Blasenfunktion, wodurch die trainierte Muskulatur einen höheren Druck zur Entleerung aufbringen und somit die Harnblase wieder vollständig entleeren kann.

Ein Abflusshindernis erfordert meist eine operative Therapie. Eine vergrösserte Prostata kann nach eingehender Untersuchung mittels Prostata-Operation behandelt werden. Auch die Beseitigung einer Harnröhrenstriktur, also einer Engstelle an der Harnröhre, wird operativ durchgeführt. Somit ist die Harnröhre nicht mehr eingeschränkt und die Entleerung der Blase ist wieder leichter möglich.

Informieren Sie sich jetzt

Kontaktieren Sie uns bei unvollständiger Blasenentleerung und Restharn für ein persönliches Beratungsgespräch! Wir informieren Sie gerne über Ihre individuellen Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Sie erreichen unser Zentrum (KontinenzZentrum Hirslanden) in Zürich telefonisch unter Tel. +41 44 387 29 10. Unsere Klinik ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr geöffnet. Nutzen Sie auch unsere Online Terminvereinbarung!