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Die durch Coronaviren ausgelöste Blasenentzündung und mögliche Langzeitfolgen

Corona Viren können Blasenentzündungen auslösen.

Seit Herbst 2020 mehren sich die Hinweise, dass während einer akuten Infektion mit dem Coronavirus auch die typischen Symptome und Beschwerden einer Blasenentzündung auftreten können. So klagen betroffene Frau und Männer:

  • über einen häufigen und auch verstärkten Harndrang, der dazu zwingt, die Blase häufig und in kurzen Abständen zu entleeren.
  • Beim Wasserlassen treten dann brennende Schmerzen auf, 
  • die entleerte Menge ist jeweils klein. 

In einer Studie der amerikanischen Urologin Laura E. Lamb von der Oakland University William Beaumont School of Medicine aus Rochester Hills fand man im Urin eine erhöhte Konzentration entzündungsfördernder Botenstoffe, sogenannter proinflammatorische Zytokine. Diese Proteine steuern und regulieren der Signalübertragung zwischen Zellen und werden u.a. von Zellen des menschlichen Immunsystems wie Makrophagen und Lymphozyten gebildet. In die Blase gelangen sie entweder über den Urin oder sie werden von Zellen in der Blasenwand als Reaktion auf das Virus gebildet und in den Urin ausgeschieden. Die Autoren nennen das Krankheitsbild COVID-19 Associate Cystitis (CAC) und argumentieren, dass diese Form der Blasenentzündung durch die virusbedingte Ausschüttung der Zytokine ausgelöst wird. In den Schlussfolgerungen ihrer Arbeit vermuten die Autoren, dass es bei Patientinnen und Patienten, die sich nicht vollständig von der COVID-19-Infektion erholen auch eine chronische Coronavirus-assoziierte Blasenentzündung entwickeln kann.  

Betroffene leiden unter häufigem, starken Harndrang und brennenden Schmerzen beim Wasserlassen.

Diese Ende letzten Jahres geäusserte Vermutung scheint sich nun zu bestätigen. Vermehrt stellen sich betroffene Patientinnen und Patienten in urologischen Spezialsprechstunden vor und berichten, dass sie sei längerer Zeit, häufig seit mehreren Monaten ständig Harndrang haben und die Blase bis zu 20 Mal pro Tag entleeren müssen. Eine Untersuchung des Urin auf Bakterien blieb häufig mehrfach ohne Ergebnis. Die Betroffenen sind verunsichert und leiden oft sehr unter der erheblich eingeschränkten Lebensqualität. Eine die Ursachen der Erkrankung behebende Therapie gibt es bisher nicht. Nach Ausschluss eine durch Bakterien ausgelösten Blasenentzündung werden zum Linderung der Symptome Medikamente eingesetzt, die den Harndrang dämpfen und die Blase beruhigen.

Studienergebnisse zu COVID-19 Associate Cystitis (CAC)