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Hilfe bei neurogener Blase

Urodynamik, Neurostimulation, Blasenschrittmacher und Injektionen können helfen

Demenz

Harninkontinenz durch Demenzerkrankungen und eingeschränkte geistige Fähigkeiten

​Bei Demenz ist die Harninkontinenz ein häufiges und gravierendes Problem. Eine Neuro-urologische Abklärung und Behandlung kann die Lebensqualität erhalten und Komplikationen vorbeugen.

Bei Demenz ist die Harninkontinenz ein häufiges und gravierendes Problem. Nach fünf Erkrankungsjahren ist jeder zweite Demenzkranke von einer Inkontinenz betroffen, nach acht Jahren sind es bereits vier von fünf. Für die Betroffenen ist die Inkontinenz unangenehm und peinlich. Auch Angehörige stellt der unfreiwillige Harnverlust vor erhebliche Probleme.

Die Inkontinenz ist ein Tabuthema, das nur zögerlich beim Arztbesuch angesprochen wird. So dauert es häufig Monate oder Jahre, bis Ärzte oder Pflegepersonen zu Rate gezogen werden. Dabei kann die neurourologische Abklärungund Behandlung bereits im Frühstadium der Erkrankung sinnvoll und nützlich sein und Komplikationen vorbeugen.

Hintergrundinformation zu Demenz und Alzheimer

Die Alzheimer Erkrankung ist die häufigste Form einer Demenz des älteren Menschen. Zirka 100 000 Personen mit Demenz leben in der Schweiz, jedes Jahr kommen rund 20 000 Betroffene hinzu. Gedächtnis- und Sprachbeeinträchtigungen sowie Störungen derWahrnehmung sind die Hauptsymptome, die zu einem fortschreitenden Verlust von Fähigkeiten und Fertigkeiten des täglichen Lebens führen.

Bei der häuslichen Betreuung eines dementen Menschen ist die Harninkontinenz ein häufiges und gravieren-des Problem und häufig Auslöser für die Einweisung in eine Pflegeeinrichtung. Zu Beginn der Erkrankung ist die Inkontinenz nicht selten Folge des Gedächtnisverlustes: Die oder der Betroffene vergisst auf die Toilette zu gehen oder findet sie nicht. Im weiteren Verlauf treten dann organische Störungen bei der Kontrolle von Blase und Schliessmuskel hinzu. Ursache dafür ist der Untergang von Nervenzellen und Nerven-bahnen im Gehirn, so dass die Fähigkeit zur Kontrolle der Blase verloren geht

Abklärung und Behandlung von Inkontinenz durch Demenz und geistige Einschränkungen

Bestehen Beschwerden bei der Blasenentleerung oder kommt es zu einem unfreiwilligen Harnverlust, so ist eine neuro-urologische Untersuchung empfehlenswert. Hier kann die Störung der Blasenkontrolle identifiziert und Be- handlungsstrategien entwickelt werden. Im Mittelpunkt der Therapie steht ein Verhaltens- und Toilettentraining, das die körperliche und mentale Hilfestellung durch Angehörige und Pflegende erfordert und immer der individuellen Situation des Betroffenen und seinen Fähigkeiten und Beeinträchtigungen Rechnung tragen sollte. Eine diese Aktivitäten unterstützende, medikamentöse Therapie bedarf der regelmässigen Kontrolle durch den Arzt, um Wirkungen und Nebenwirkungen zu beobachten.

Tipps & Tricks bei Demenz und Harninkontinenz

  • Erinnern Sie die oder den Betroffenen in regelmässigen Abständen an einen Toilettengang.
  • Der Weg zur Toilette sollte leicht zu finden und in der häuslichen Umgebung nicht allzu lang sein. Vermeiden Sie Treppenstufen oder einen Hindernissparcour über Schwellen und Teppichkanten.
  • Sorgen Sie insbesondere nachts für eine ausreichende Beleuchtung des Wegs zur Toilette. Lassen Sie nachts die Toilettentür offen, damit der Betroffenen den Weg leichter findet.
  • Beschriften Sie die Toilettentür oder bringen sie ein Piktogramm, zum Beispiel ein Herzchen an. Das erleichtert dem Betroffenen, die Toilette zu finden.
  • Beschriften Sie die Toilettentür oder bringen sie ein Piktogramm, zum Beispiel ein Herzchen an. Das erleichtert dem Betroffenen, die Toilette zu finden.
  • Eine weisse Toilette auf einem weissen Fliessenboden ist für manche Betroffene schwer zu erkennen, besorgen Sie einen farbigen Toilettendeckel.
  • Wählen sie leicht zu öffnende Kleidung aus, so eher Hosen mit Reiss- oder Klettverschluss als mit Knöpfen und eher Hosenträger oder Gummizug als Gürtel.
  • Findet der Betroffenen auch mit diesen Hilfestellungen die Toilette nicht, begleiten Sie ihn und fordern Sie ihn nach festen Zeiten (zum Beispiel alle 2 Stunden) aktiv zur Blasenentleerung auf. So lassen sich ein „Gewöhnungseffekt“ erzielen und Missgeschicke vermeiden.
  • Findet der Betroffenen auch mit diesen Hilfestellungen die Toilette nicht, begleiten Sie ihn und fordern Sie ihn nach festen Zeiten (zum Beispiel alle 2 Stunden) aktiv zur Blasenentleerung auf. So lassen sich ein „Gewöhnungseffekt“ erzielen und Missgeschicke vermeiden.
  • Gewöhnen Sie den Betroffenen an feste Toilettenzeiten, entweder nach der Uhr oder am Tagesablauf orientiert (nach dem Aufstehen, nach den Mahlzeiten, vor Behandlungen oder Therapien, vor dem Verlassen des Hauses, vor dem Zubettgehen)
  • Bemerken Sie eine aufkommende Unruhe wie das unruhige Sitzen, das „Tippeln“ mit den Füssen oder Zusammenpressen der Beine, so fordern Sie den Betroffenen diskret auf, die Toilette aufzusuchen oder begleiten Sie ihn.
  • In einer noch unbekannten Umgebung zum Beispiel in einem Restaurant macht es Sinn zunächst die Toilette aufzusuchen, damit ist der Weg bekannt und das schafft Sicherheit für den Betroffenen.
  • Werden Inkontinenzhilfmittel verwendet, so weisen Sie den Betroffenen auf einen regelmässigen Wechsel hin. Stellen Sie neben der Toilette einen luftdichten Sammelbhälter für die benutzten Hilfsmittel auf. Legen Sie falls nötig eine neue Vorlage oder Windel bereit.
  • Vermeiden Sie im Umgang mit dem Betroffenen das Wort Windel, Schutzhose oder „Einweg-Slip“ klingen charmanter und helfen dem Betroffenen, sich mit dem Hilfsmittel zu arangieren.

Informieren Sie sich jetzt über Inkontinenz bei Demenz

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Sie erreichen unser Zentrum (KontinenzZentrum Hirslanden) in Zürich telefonisch unter +41 44 387 29 10.  

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