Stark dank starkem
Beckenboden

Effektives Beckenbodentraining mit Biofeedback und funktioneller Stimulation

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Effektives Beckenbodentraining mit Biofeedback und funktioneller Stimulation

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Beckenbodentraining zur besseren Kontrolle der Blasenfunktion

Gezielte Beckenbodentherapie für Frauen, Männer und Kinder


Das klassische Beckenbodentraining hilft Männern, Frauen und Kindern mit Beckenbodenschwäche, Störungen der Blasenfunktion, Blasenschwäche und Inkontinenz die Funktion der Blase besser zu kontrollieren. Wie jeder Muskel des Körpers, können auch die Muskeln des Beckenbodens durch gezielte Übungen trainiert werden. Durch die Beckenbodentherapie werden die Muskeln des Beckenbodens und die Schliessmuskel gestärkt. Das Training führt in vielen Fällen zur Verringerung der Beschwerden und zur verbesserten Kontrollierbarkeit der Blasenfunktion. Durch die regelmässigen, sehr gezielten Übungen kann die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten deutlich gesteigert werden.

Im KontinenzZentrum Hirslanden in Zürich erzielen wir zudem sehr gute Ergebnisse durch eine ergänzende Biofeedback-Therapie und gezielte elektrische Stimulation der Beckennerven.

Die Fachärzte in unserem Kontinenzzentrum Hirslanden sind auf Urologie, Urogynäkologie, Kinder-Urologie und Neuro-Urologie spezialisiert. Wenn Sie unter Blasenproblemen oder einer Beckenbodenschwäche leiden, beraten wir Sie gerne zu Ihren individuellen Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung. Mithilfe unserer erfahrenen Beckenbodentherapeutinnen und -therapeuten erlernen Sie, wie Sie die Muskulatur im Becken gezielt ansteuern und mit welchen Übungen sie diese kräftigen können.

Informieren Sie sich zum Beckenbodentraining bei Blasen- bzw. Beckenbodenschwäche

Kontaktieren Sie uns für ein Beratungsgespräch, wenn Sie unter Symptomen einer Beckenbodenschwäche leiden oder ein Beckenbodentraining zur Stärkung der Muskulatur beginnen möchten. Wir informieren Sie gerne über Ihre individuellen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Wie funktioniert ein Beckenbodentraining?

Der Beckenboden ist eine Muskelplatte aus Muskel- und Bindegewebe-Strängen, die das Becken und den Bauchraum nach unten abschliesst. Der Beckenboden gibt den Organen im Becken und im Bauchraum Halt und sorgt zusammen mit den Schliessmuskeln für einen sicheren Verschluss von Harnröhre und After. Bei einem erhöhten Druck auf den Bauchraum – beispielsweise beim Niesen, Husten, Lachen, beim Heben schwerer Lasten oder während des Stuhlgangs – hält der Beckenboden reflektorisch dagegen. Ist der Beckenboden geschwächt, kann es daher zum unfreiwilligen Verlust von Harn oder auch zu Organsenkungen kommen.

Beim Beckenbodentraining bzw. in der Beckenbodentherapie soll die Muskulatur des Beckenbodens gezielt gestärkt werden. Ein normaler Muskeltonus – also ein gesundes Verhältnis von Anspannung und Entspannung – ist Ziel dieser Therapie. Das Training beginnt meist damit, dass der Physiotherapeut bzw. die Therapeutin eine Wahrnehmungsschulung durchführt, beispielsweise mithilfe von Biofeedback. Die Patientin bzw. der Patient erlernt so, wie die Beckenbodenmuskulatur korrekt aktiviert und entspannt wird. Daran schliesst sich das eigentliche Beckenbodentraining an, das durch gezielte Übungen die Muskeln kräftigt. Diese Übungen können Betroffene in einem Beckenboden-Zentrum oder einer Praxis für Physiotherapie mithilfe einer Therapeutin bzw. eines Therapeuten durchführen. Weitere Übungen können sie dann zu Hause oder bei alltäglichen Erledigungen ausführen.

Wer kann von einem gezielten Training für den Beckenboden profitieren?

  • Kinder, Männer und Frauen mit Inkontinenz.
  • Frauen, die nach einer oder mehreren Geburten unter einem schwachen Beckenboden und den daraus resultierenden Folgen wie z.B. Inkontinenz, Senkungsbeschwerden im Becken u.ä. leiden.
  • Frauen und Männer mit angeborener Bindegewebsschwäche und einer daraus resultierenden Beckenbodenschwäche, die zu Organsenkungen, Blasenstörungen und Inkontinenz führen kann.
  • Kinder, Männer und Frauen mit erschwerter Blasenentleerung durch einen verkrampften Beckenboden.
  • Männer mit Erektionsstörungen – ein trainierter, starker Beckenboden kann in vielen Fällen bei erektiler Dysfunktion helfen.
  • Frauen mit Orgasmus-Schwierigkeiten – Frauen, die Probleme haben einen Orgasmus zu erreichen, können durch ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur meist sehr profitieren.

Beckenbodentraining für den Mann: Den Beckenboden stärken für Kontinenz und Potenz

Im Körper des Mannes erfüllt die Beckenbodenmuskulatur wichtige Aufgaben zur Stabilisierung der inneren Organe. Die trichterförmigen Muskelstränge und Bindegewebsfasern grenzen die inneren Organe der Beckenhöhle gegen den After ab. Die Muskelbänder entspannen sich beim Lösen auf der Toilette und während des Sex. Ein kräftiger Beckenboden ist wichtig für die Männergesundheit, denn er stützt die Harnblase und den Darm beispielsweise beim Husten, Niesen, Laufen und Springen. Beim Heben grosser Lasten gleicht er den Druck auf den Bauch aus.

Krankheits- oder altersbedingt kann eine Beckenbodenschwäche beim Mann auftreten und zur Störung der Darm-, Blasen- oder Sexualfunktion führen. Ein gezieltes Beckenbodentraining beim Mann kann dann die Potenz fördern sowie einer Inkontinenz vorbeugen oder diese abmildern.

Ein starker Beckenboden beim Mann ist die Voraussetzung für Potenz. Denn: Ein Teil der Muskelstränge des Beckenbodens ist für die Erektion zuständig. Der Musculus ischiovernosus verläuft unmittelbar am Beckenboden parallel zu den Schwellkörpern des Penisschaftes. Seine Spannkraft ist entscheidend für jede Erektion, da der Muskel für das Drosseln des zurücklaufenden Blutes sorgt. Der Musculus bulbospongiosus kräftigt wiederum die Ejakulation sowie den Blutfluss in die Schwellkörper – und trägt auch abseits von Sex zur vollständigen Entleerung der Harnröhre bei.

Schematische Darstellung des Beckenbodens beim Mann

Der Beckenboden beim Mann stabilisiert Blase sowie Darm und unterstützt die Erektion.

Zur Stärkung des Beckenbodens ist ein Training auch vor und nach einer Prostata OP sinnvoll. Besonders nach einer Prostata OP ist ein Beckenbodentraining für Männer angeraten, um die Boden-Muskelstränge zu kräftigen und somit baldmöglichst die Kontinenz wiederherzustellen. Auch mit zunehmendem Alter steigt die Bedeutung des Beckenbodentrainings beim Mann. Durch die Erschlaffung des Bindegewebes oder ein Prostataleiden kann es insbesondere bei Belastung oder nachts zum Abgang von Urin oder kleinen Mengen Stuhl kommen. Den Beckenboden zu trainieren kann diese Beschwerden mildern – oder ihnen sogar präventiv entgegen wirken.

Beckenbodentraining für Frauen: Nicht nur während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren sinnvoll

Der Beckenboden der Frau bezeichnet den Muskel- und Bindegewebe-Boden der Bauch- und Beckenhöhle. Er stützt die Harnröhre und den Schliessmuskel der Harnblase und baut beim Niesen, Husten, Lachen oder Tragen von schweren Lasten einen Gegendruck im Bauchraum auf. Beim Wasserlassen und beim Sex entspannt sich die Muskulatur. Da die Beckenbodenmuskeln bei der Frau nicht nur vom Mastdarm, sondern auch von der Scheide und der Harnröhre durchbrochen werden, können sie altersbedingt leichter erschlaffen.

Auch eine Geburt stellt eine hohe Belastung für die Muskulatur im Beckenboden dar. Werden die Muskeln und Fasern nicht ausreichend durch ein Beckenbodentraining in der Schwangerschaft und nach der Geburt trainiert, können sich über längere Zeit die Organe senken (z.B. Blasensenkung, Scheidenschenkung oder Gebärmuttersenkung) und eine Inkontinenz kann entstehen. Ein Druck- und Fremdkörpergefühl in der Scheide, Zug oder Schmerzen im Rücken und Unterbauch sowie Probleme beim Geschlechtsverkehr und Wasserlassen können auf eine Senkung hindeuten und sollten unbedingt von einem spezialisierten Urogynäkologen abgeklärt werden.

Gesunder Beckenboden hält die innern Organe: Blase, Gebärmutter, Darm

Der Beckenboden beim Mann stabilisiert Blase sowie Darm und unterstützt die Erektion.

Ein Beckenbodentraining bei Frauen ist besonders in den Wechseljahren sowie während und nach einer Schwangerschaft angeraten. Auch bei Blasenschwäche und anderen Blasenproblemen kann ein gezieltes Trainieren der Beckenbodenmuskulatur die Kontinenz sichern, wiederherstellen oder die Beschwerden zumindest abmildern. Um Störungen der Blasenfunktion oder Senkungen zu vermeiden, ist das regelmässige Beckenbodentraining bei Frauen auch ohne bereits bestehende Beckenbodenschwäche sinnvoll.

Beckenbodentherapie bei Kindern: Den Beckenboden in jungen Jahren stärken

Eine Beckenbodentherapie kann bereits in jungen Jahren eingesetzt werden, um die Beckenboden-Muskulatur zu stärken. Eine hyperaktive Blase (Reizblase), das Ignorieren des Harndrangs, eine sogenannte „Lachinkontinenz“ oder Probleme beim „Trockenwerden“ können beispielsweise bei Kindern dazu führen, dass sie ungewollt Urin verlieren. Oft führt dies zu Scham und einer hohen psychologischen Belastung. Ein Beckenbodentraining kann Kindern helfen, die versteckten Muskeln im Körper wahrzunehmen und gezielt anzusteuern. So können sie lernen, ihre Blase zu kontrollieren und die Muskelstränge im Boden des Becken- und Bauchraums zu entspannen.

Voraussetzung für das Beckenbodentraining beim Kind ist, dass organische Ursachen für das Einnässen ausgeschlossen werden können. Eine eingehende Untersuchung durch einen Kinder-Urologen ist daher ein wichtiger erster Schritt. Die speziell ausgebildeten Beckenbodentherapeutinnen in unserem Kontinenzzentrum Hirslanden in Zürich werden im Anschluss mithilfe von kindgerechten Darstellungen, Erklärungen und Trainingsmethoden die Einweisung in die Beckenbodentherapie vornehmen. Durch die spielerische Herangehensweise an jede Übung und das Nutzen der kindlichen Fantasie fällt den meisten Kindern das Beckenbodentraining nach kurzer Zeit leicht und die Kontinenz kann wiederhergestellt werden.

Nachhaltige Beckenbodentherapie für eine starke Muskulatur im Becken

Familie beim Spaziergang - das Beckenbodentraining eignet sich für Mann, Frau und Kind

Viele Menschen stellen sich unter einer Beckenbodentherapie sicherlich die typischen Übungen vor, bei denen Patienten ein Bein in Richtung Brust ziehen oder auf einer Matte liegen und das Becken anheben. Um den Beckenboden nachhaltig trainieren zu können, setzt die Beckenbodentherapie aber schon viel früher an. Patientinnen und Patienten erlernen im ersten Schritt die Wahrnehmung des Beckenbodens beim An- und Entspannen. Denn: Einige Betroffene haben Schwierigkeiten damit, die versteckt im Körper liegende Muskulatur wahrzunehmen und bewusst anzusteuern. Auch das richtige Atmen ist entscheidend, um den Beckenboden gezielt trainieren zu können. Generell gilt: Es gibt nicht die eine Beckenbodentherapie. Die Behandlungsmassnahmen sind stets individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse und Beschwerden der Betroffenen sowie die Ergebnisse der Anamnese und der körperlichen Untersuchung. Bei Bedarf können für eine erfolgreiche Behandlung Hilfsmittel eingesetzt werden.

Folgende Massnahmen setzen unsere Spezialisten in der Regel im Rahmen des Beckenbodentrainings bei Männern, Frauen und ggf. Kindern ein:

  • Gezielte Muskelansteuerung: Im ersten Schritt des Beckenbodentrainings wird unter Anleitung einer erfahrenen Beckenbodentherapeutin erlernt, gezielt die richtigen Muskelgruppen anzusteuern.
  • Stärkung und Ausdauer: Dann können mit Hilfe spezieller Übungen Kraft und Ausdauer der Beckenbodenmuskeln in verschiedenen Körperpositionen geübt werden. Für zu Hause erstellen wir einen individuell auf Ihre Situation abgestimmten Trainingsplan.
  • Beckenbodentraining im Alltag: Der dritte Schritt ist das Training zu Hause und das Anwenden der erlernten Beckenboden-Techniken in Alltagssituationen.
  • Beckenboden-Spannung kennenlernen: Einige Patienten können den Beckenboden nicht oder nur unzureichend selbst ansteuern. Mit Hilfe einer elektronischen Sonde können sie erlernen, wie es sich anfühlt, wenn der Beckenboden sich an- und wieder entspannt. Durch die visuelle Unterstützung können Spannung und Entspannung besser wahrgenommen und willentlich eingesetzt werden.
  • Funktionelle Beckenbodentherapie als Ergänzung zum klassischen Training: Dank der Elektrostimulation des Beckenbodens mit einem TENS-Gerät können Patienten auf Grundlage von speziellen Trainingsplänen Ihre Kräfte steigern. Für viele Patienten stellt die funktionelle Stimulation der Beckenbodenmuskulatur eine gute Ergänzung zum klassischen Training dar. Bei jeder Übung können die Muskeln gezielt stimuliert werden. So fallen Anspannung und Entspannung auch im Alltag leichter.

Den Beckenboden trainieren mithilfe der Biofeedbacktherapie

Das Biofeedback beim Beckenboden und die elektrische Stimulation der Beckenbodenmuskeln verstehen sich als Ergänzung zum klassischen Beckenbodentraining.

Einige Menschen können ihren Beckenboden nur unzureichend willkürlich aktivieren, und müssen dies für ein erfolgreiches Training erst erlernen. Hier empfiehlt sich ergänzend zum klassischen Beckenbodentraining eine Biofeedback-Behandlung, bei der die Muskel-Aktivität des Beckenbodens sichtbar gemacht wird. Dabei gibt das Gerät selbst keine Impulse ab, sondern misst und visualisiert lediglich die Aktivität der Muskeln im Beckenboden bei einer Übung.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Biofeedbacktherapie für Frauen und Männer, um den Beckenboden zu trainieren. Das Biofeedback mit Ultraschall oder Video-Endoskopie ist die einfachste Methode für ein gezieltes Beckenbodentraining. Sie funktioniert mittels Veranschaulichung der Harnröhre im Ultraschall, bei der die richtige Kontraktion der Muskeln im Beckenboden auf dem Bildschirm gezeigt wird. Mit jeder Übung kann die Spannung im Boden des Beckens korrigiert und gesteigert werden.

Darüber hinaus kann das Biofeedbacktraining mit Hilfe einer Sonde durchgeführt werden, um das Training der Beckenbodenmuskeln zu visualisieren. Es gibt spezielle Geräte für das Biofeedback-Training, bei denen eine Sonde in der Scheide oder im Darm die Muskelaktivität der Beckenbodenmuskeln misst und auf einer Skala oder einem Bildschirm anzeigt. Das Gerät ist nicht nur für die Schulung des richtigen Trainings, sondern auch für eine Kontrolle des Trainingserfolges geeignet.

Funktionelle Beckenbodenstimulation

Spezielle Geräte zur Biofeedback-Therapie können selbst elektrische Impulse abgeben, die über eine Stimulation der Scheide oder des Enddarms die Beckenbodenmuskeln trainieren. Eine solche Stimulationsbehandlung zur Stärkung des Beckenbodens erstreckt sich je nach zugrunde liegender Störung nach einer entsprechenden Schulung über mehrere Wochen und kann mit einem TENS Leihgerät auch zu Hause erfolgen.

Vorteile der funktionellen Beckenbodenstimulation

  • Beckenbodenspannung kennenlernen: Patienten, die den Beckenboden nicht oder nur unzureichend selbst ansteuern können, kann mit Hilfe der elektronischen Sonde gezeigt werden, wie es sich anfühlt, wenn der Beckenboden sich an- und wieder entspannt.
  • Individuelle Trainingspläne: Mit der Elektrostimulation des Beckenbodens mittels TENS-Gerät können Patienten dann ganz gezielt nach speziellen Trainingsplänen trainieren und ihre Kräfte steigern.
  • Ergänzung zum klassischen Beckenbodentraining: Die funktionelle Stimulation des Beckenbodens stellt für viele Patienten eine gute Ergänzung zum klassischen Beckenbodentraining dar, um dann schliesslich für den Alltag fit zu werden.

Informieren Sie sich jetzt über Beckenbodentherapie und Beckenbodengymnastik bei Blasenproblemen

Kontaktieren Sie uns für ein Beratungsgespräch, wenn Sie unter einer Beckenbodenschwäche mit einhergehenden Blasenproblemen leiden oder Ihren Beckenboden kräftigen möchten. Wir informieren Sie gerne über Ihre individuellen Behandlungsmöglichkeiten sowie den Ablauf und geeignete Übungen eines Beckenbodentrainings. Vereinbaren Sie einen Termin im Kontinenzzentrum Hirslanden in Zürich telefonisch unter +41 44 387 29 10, per E-Mail unter kontinenzzentrum.hirslanden@hirslanden.ch oder über unser Kontaktformular.