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Gesunde & starke Blase

Mit uns können Sie Blasenschwäche und Inkontinenz überwinden

Blasenschwäche: Ursachen, Symptome und Möglichkeiten zur Behandlung

Eine Störung der Blasenfunktion, auch Blasenschwäche genannt, ist eine weitverbreitete Erkrankung und erschwert vielen Menschen den Alltag. Auch wenn das Thema oft tabuisiert wird, kann jeder von einer Blasenschwäche betroffen sein: Frauen, Männer und auch Kinder. Das Alter der Betroffenen spielt kaum eine Rolle – sowohl junge Menschen als auch ältere können unter einer Störung der Blasenfunktion leiden. Allerdings steigt bei Frauen und Männern mit zunehmendem Alter das Risiko einer Blasenfunktionsstörung.

Doch auch wenn jeder von einer Blasenschwäche betroffen sein kann, mit ihr leben müssen Sie nicht! Eine schwache Blase und eine damit einhergehende Störung der Blasenfunktion kann und sollte möglichst frühzeitig durch einen Facharzt abgeklärt und behandelt werden. Moderne, speziell auf das individuelle Krankheitsbild ausgerichtete Diagnose- und Therapiemöglichkeiten lindern Beschwerden und erhöhen die Lebensqualität von betroffenen Patientinnen und Patienten.

Unsere Spezialisten beraten Sie persönlich, vertrauensvoll und kompetent:

Eine Blasenschwäche ist in der Regel gut und unkompliziert behandelbar. Unsere spezialisierten Fachärzte am KontinenzZentrum Hirslanden beraten Sie gern hinsichtlich Ihrer individuellen Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Vereinbaren Sie gern telefonisch oder über unser Kontaktformular einen Termin zu unseren Öffnungszeiten! 

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Was ist eine Blasenschwäche?

Am häufigsten ist mit einer Blasenschwäche der unfreiwillige Verlust von Harn – also eine Harninkontinenz – gemeint. Aber auch das häufige Wasserlassen am Tage und in der Nacht ist oft durch eine umgangssprachliche „schwache Blase“ bedingt. Tatsächlich ist aber bei einer Blasenschwäche nicht zwangsläufig die Blase „schwach“. Vielmehr können die Ursachen für die Blasenfunktionsstörung in der Muskulatur der Blase, beim Schliessmuskel, in einer Schädigung der Harnröhre, einem schwachen Beckenboden, Nerven-Schädigungen, Infektionen, anatomischen Veränderungen im Becken, Hormonmangel oder Stoffwechselerkrankungen liegen. Ebenso vielfältig wie die Ursachen ist die Ausprägung der Symptome für eine Blasenschwäche. Daher ist die genaue Untersuchung und Abklärung durch einen Facharzt entscheidend für die erfolgreiche Behandlung einer Blasenschwäche.

Wann sollten Betroffene bei Blasenproblemen zum Arzt?

Symptome einer Blasenschwäche können bei Frauen und Männern in jedem Lebensalter auftreten, aber auch bereits im Kindesalter beobachtet werden. Obwohl es heutzutage vielfältige Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung gibt, leiden Betroffene aus falscher Scham oft still vor sich hin, anstatt bei beginnenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen. Mit Fortschreiten der Erkrankung stehen sie unter starkem Druck und nehmen teilweise grosse Einschränkungen in ihrem Alltag und ihrer allgemeinen Lebensqualität hin. Oft haben Betroffene dann Angst, bei einem plötzlichen Harndrang unterwegs nicht rechtzeitig eine Toilette aufsuchen zu können oder bei einer unbedachten Bewegung, beim Niesen oder Lachen unfreiwillig Urin zu verlieren.

Wer ab und an beim heftigen Niesen oder beim Heben schwerer Lasten einen Tropfen Urin verliert, muss sich keine Sorgen machen, kann aber beim Arzt Hinweise erhalten, um eine mögliche beginnende Blasenschwäche mit geeignetem Training oder Hausmitteln zu behandeln. Sind von einer Blasenschwäche betroffene Frauen, Männer oder Kinder allerdings in ihrem Alltag eingeschränkt, weil sie einmal oder mehrmals in der Woche Urin verlieren und deshalb ihre Aktivitäten reduzieren, sollten sie unbedingt zeitnah einen spezialisierten Arzt aufsuchen. Dieser kann mithilfe gezielter Untersuchungen die Symptome abklären und je nach vorliegender Störung der Blasenfunktion das passende Therapiekonzept festlegen, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich zu verbessern.

Blasenschwäche: Arten und Ursachen

Viele Frauen und Männer in der Schweiz leiden an Problemen mit der Blase wie einem unwillkürlichen Harnverlust. Mediziner unterscheiden verschiedene Formen der Erkrankung. Belastungs- und Dranginkontinenz treten am häufigsten auf, aber auch andere Formen der Harninkontinenz bedingt durch eine Funktionsstörung der Blase sind verbreitet.

  • Belastungsinkontinenz / Stressinkontinenz: Die Belastungsinkontinenz wurde vormals auch als Stressinkontinenz bezeichnet. Bei dieser Art der Blasenschwäche führt körperliche Anstrengung, Niesen, Husten oder Lachen dazu, dass ein paar Tropfen Urin abgehen. Häufige Ursache ist nicht etwa Stress, sondern eine Schwäche des Beckenbodens oder des Verschlussapparates der Harnblase.
  • Dranginkontinenz: Die Dranginkontinenz ist durch überfallartigen, nicht zu unterdrückenden Harndrang gekennzeichnet. Dem unwillkürlichen Harnabgang geht keine Bewegung oder eine andere Belastung der Beckenbodenmuskulatur voraus, sondern er kommt fast „aus dem Nichts“. Auch häufiges Wasserlassen kennzeichnet diese Art der Blasenschwäche. Ursache dafür ist in den meisten Fällen eine überempfindliche oder überaktive Blase, auch Reizblase genannt.
  • Mischinkontinenz: Eine Mischinkontinenz vereint Drang-Beschwerden mit dem unwillkürlichen Verlust von Urin bei einer Belastung wie Lachen, Niesen oder körperlicher Betätigung. Sie tritt bei Frauen über 55 deutlich häufiger auf als bei Männern oder Kindern.
  • Weitere Inkontinenzformen: Seltener kann es auch zu einer Überlaufinkontinenz (fortlaufender Urinabgang in kleinsten Mengen aus der maximal gefüllten Blase), Reflexinkontinenz (Urinverlust aufgrund einer gestörten Übertragung der Nerven-Impulse zwischen Gehirn oder Rückenmark und der Blase) oder extraurethralen Inkontinenz (Harnverlust über Haut, Anus oder Scheide durch Fisteln am harnableitenden System) kommen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Inkontinenz Seite.

Ursachen für Blasenschwäche bei der Frau

Blonde Frau sitz frei von Sorgen am Strand und genießt die Aussicht

Häufigste Ursache einer Blasenschwäche bei der Frau ist ein nicht oder nicht mehr wasserdichter Verschluss der Harnröhre bei Beckenbodenschwäche, lokalem Hormonmangel in den Wechseljahren, Bindegewebsschwäche, Senkungen von Beckenorganen oder nach mehreren Schwangerschaften und Geburten. Auch eine Reizblase kann mit einer Funktionsstörung der Blase einhergehen. Durch natürliche Veränderungen im Alter ist die Erkrankung bei Frauen weit verbreitet. Auf unserer Seite zur Urologie für Frauen/Urogynäkologie finden Sie weitere Informationen.

Ursachen für Blasenschwäche beim Mann

Einer Blasenschwäche beim Mann ist fast immer ein operativer Eingriff an der Prostata vorausgegangen, in den meisten Fällen eine Radikalentfernung der Prostata. Ebenso kann eine gutartige Prostatavergrösserung zu einer Blasenschwäche führen, da die vergrösserte Prostata verstärkt Druck auf die Blase und die Harnröhre ausübt. Drangbeschwerden oder eine fortschreitende Überlaufinkontinenz können die Folge sein. Auch bei Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson, Schlaganfall oder Kompression von Nervenbahnen kann eine Blasenschwäche bei Männern auftreten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Männergesundheit.

Ursachen für Blasenschwäche bei Kindern

Auch das nächtliche Einnässen und der unfreiwillige Verlust von Urin im Kindesalter werden als Blasenschwäche bezeichnet. Die Ursache dafür liegt nicht zwangsläufig in einer Funktionsstörung von Blase bzw. Darm oder in psychischen Belastungen. Oftmals ist es eine Kombination von Kleinigkeiten, die verbessert werden können, beispielsweise das Anpassen des Trinkverhaltens. Auch das Aufwachen durch den Harndrang und das anschliessende Aufsuchen einer Toilette kann gezielt trainiert werden. Auf unserer Seite zur Kinderurologie erhalten Sie weitere Informationen.


Blasenschwäche behandeln

Sind Patientinnen oder Patienten von Blasenproblemen betroffen, fragen sie sich selbstverständlich: Was hilft, um die Blasenschwäche in den Griff zu bekommen? Heutzutage lässt sich eine Blasenschwäche gut behandeln. Bis zu 80 Prozent der Patienten können von ihrem Leiden befreit werden. Je nach Form und Schwere der Blasenfunktionsstörung sind Beckenbodentraining, Elektrostimulation, Bio-Feedback, aber auch Medikamente und Operationen erfolgreiche Behandlungsmethoden. Dabei wird der konservativen, das heisst der nicht-invasiven, Behandlung stets der Vorzug gegeben – es kommt also in den allermeisten Fällen bei einer Blasenschwäche nicht direkt zur Operation. Stattdessen kann bereits durch Übungen und ein spezielles Training die Muskulatur des Beckenbodens gestärkt werden, was oft zum gewünschten Erfolg führt. In manchen Fällen können Betroffene die Blasenschwäche sogar durch Hausmittel in den Griff bekommen. Zur Prävention einer schwachen Blase können Sie auch selbst mit einfachen Mitteln beitragen.

Blasenschwäche vorbeugen durch Training und gesundheitsförderndes Verhalten

  • Präventives Beckenbodentraining ist die wirksamste Methode, um mit einfachen Übungen eine Blasenschwäche zu vermeiden. Das gilt besonders für Frauen nach der Geburt eines Kindes und Menschen mit Bindegewebsschwäche.
  • Vermeiden Sie Übergewicht, chronischen Husten und Verstopfung. Sie belasten den Beckenboden und begünstigen eine Störung der Blase.
  • Sorgen Sie für Normalgewicht durch mehr Bewegung und gesunde Ernährung.
  • Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking oder Yoga entlasten und stärken den Beckenboden.
  • Mit ballaststoffreicher Ernährung erzielen Sie regelmässigen Stuhlgang ohne Pressen und entlasten damit das Schliessmuskelsystem.
  • Achten Sie auch bei einer bestehenden Blasenschwäche darauf, immer genug zu trinken! Über den Tag verteilt sollten Sie 1,5 bis 2 Liter Wasser, ungesüssten Tee (Früchte- oder Kräutertee) oder Saftschorle ohne Kohlensäure trinken. So beugen Sie zusätzlich Harnwegsinfekten vor. Kaffee, Schwarztee und Alkohol wirken harntreibend und sollten daher nicht oder nur in geringem Mass konsumiert werden.

Konservative Therapiemethoden bei schwacher Blase

Liegt eine Blasenschwäche vor, können in vielen Fällen konservative Therapiemethoden wie das Biofeedback beim Beckenboden bereits sehr gute Ergebnisse erzielen und den Patienten ein grosses Stück Lebensqualität zurückgeben. Biofeedback sowie die elektrische Stimulation der Beckenbodenmuskulatur verstehen sich als Ergänzung zum klassischen Beckenbodentraining. Beide Verfahren werden regelmässig bei Frauen und Männern angewendet, um gezielt die Beckenboden- bzw. Blasen-Muskulatur trainieren zu können, da viele Patienten die Muskulatur ihres Beckenbodens nicht willkürlich aktivieren können.

Zusätzlich oder wenn die Übungen noch nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann auch eine medikamentöse Therapie zum Einsatz kommen. Die entsprechenden Wirkstoffe können eingesetzt werden zur Dämpfung einer überaktiven Blase, zur Entspannung des Beckenbodens und zur Erleichterung der Blasenentleerung. Ist eine Blasenentzündung Mitauslöser für die Blasenfunktionsstörung, wird auch diese medikamentös behandelt.

Alternativ kann die Technik der Selbstkatheterisierung Anwendung finden. Dabei erlernen Betroffene, in bestimmten Zeitabständen selbst den Harn mittels Katheter abzuführen.

Blasenschwäche: Operationen

Erzielt die konservative Therapie nicht die gewünschten Erfolge oder liegen Faktoren vor, die einen Eingriff notwendig machen, kann die Behandlung einer Blasenschwäche mittels Operation erfolgen. Hierzu haben sich verschiedene moderne Verfahren etabliert:

Die meisten Operationen werden stationär durchgeführt und erfordern einen kurzen Aufenthalt in der Klinik sowie anschliessend ein wenig Training. In der Regel erhalten die Patienten so die Kontrolle über ihre Harnblase und das Schliessmuskelsystem zurück und können wieder aktiv und ohne Angst ihren Alltag gestalten.

Welche Methoden zur Behandlung der Blasenschwäche in Ihrem individuellen Fall in Frage kommen, erklärt Ihnen der behandelnde Arzt gern nach einer ausführlichen Untersuchung in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Informieren Sie sich jetzt über Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten

Kontaktieren Sie uns für ein Beratungsgespräch, wir informieren Sie bei Blasenschwäche gerne über Ihre individuellen Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Sie erreichen unser Zentrum (KontinenzZentrum Hirslanden) in Zürich telefonisch unter +41 44 387 29 10. Unsere Klinik ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr geöffnet. Nutzen Sie auch unsere Online Terminvereinbarung!