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Gesunde & starke Blase

Mit uns können Sie Blasenschwäche und Inkontinenz überwinden

Blasenschwäche: Ein Synonym für Störungen der Blasenfunktion

Die Blasenschwäche ist eine weitverbreitete Erkrankung in der Schweiz. Sowohl Frauen als auch Männer und sogar Kinder können von ihr betroffen sein. Das Alter der Betroffenen spielt kaum eine Rolle – sowohl junge Menschen als auch ältere können unter einer Störung der Blasenfunktion leiden. Allerdings steigt bei Frauen und Männern mit zunehmendem Alter das Risiko einer Blasenfunktionsstörung. Eine Harninkontinenz sollte möglichst frühzeitig durch einen Facharzt abgeklärt und behandelt werden. Moderne, speziell auf das individuelle Krankheitsbild ausgerichtete Diagnose- und Therapiemöglichkeiten lindern Beschwerden und erhöhen die Lebensqualität von Betroffenen.

Unsere Spezialisten beraten Sie persönlich, vertrauensvoll und kompetent:

Eine Blasenschwäche ist in der Regel gut und unkompliziert behandelbar. Unsere spezialisierten Fachärzte am KontinenzZentrum Hirslanden beraten Sie gern hinsichtlich Ihrer individuellen Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Vereinbaren Sie gern einen Termin zu unseren Öffnungszeiten! 

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Harninkontinenz: Unfreiwilliger Urinverlust oder häufiges Wasserlassen

Am häufigsten ist mit einer Blasenschwäche der unfreiwillige Harnverlust – die Harninkontinenz bzw. Urininkontinenz – gemeint. Aber auch das häufige Wasserlassen am Tage und in der Nacht fällt hin und wieder unter diesen Begriff. Die Symptome können bei Frauen und Männern in jedem Lebensalter auftreten, aber auch bereits im Kindesalter beobachtet werden. Obwohl es heutzutage vielfältige Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung gibt, leiden Betroffene oft still vor sich hin, anstatt bei beginnenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen. Mit Fortschreiten der Erkrankung stehen sie unter starkem Druck und nehmen teilweise grosse Einschränkungen in ihrem Alltag und ihrer allgemeinen Lebensqualität hin – aus Angst bei einem plötzlichen Harndrang unterwegs nicht rechtzeitig eine Toilette aufsuchen zu können oder weil sie fürchten, bei einer unbedachten Bewegung oder beim Niesen unfreiwillig Urin zu verlieren. Durch geeignete Massnahmen kann in jedem Alter einer Blasenschwäche vorgebeugt werden. Zeigen sich deutliche Veränderungen am Blasenapparat bzw. Symptome einer Urininkontinenz, sollten Betroffene zeitnah einen spezialisierten Arzt aufsuchen. Dieser kann die Symptome abklären und je nach vorliegender Störung der Blasenfunktion das passende Therapiekonzept festlegen, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich zu verbessern. 

Verschiedene Arten der Blasenschwäche

Viele Frauen und Männer in der Schweiz leiden an unwillkürlichem Harnverlust. Mediziner unterscheiden verschiedene Formen der Erkrankung. Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz treten am häufigsten auf, aber auch andere Formen der Inkontinenz sind verbreitet.

Belastungsinkontinenz / Stressinkontinenz

Die Belastungsinkontinenz wird auch als Stressinkontinenz bezeichnet. Bei dieser Art der Blasenschwäche gehen nach körperlicher Anstrengung ein paar Tropfen Urin ab, zum Beispiel nach dem

      • Treppensteigen
      • Heben
      • Lachen
      • Niesen
      • Husten 

Eine Schwäche des Beckenbodens oder des Verschlussapparates der Harnblase sind für diese Form der Blasenschwäche häufige Ursachen. Eine Belastungsinkontinenz tritt, entgegen der Bezeichnung, nicht nur bei Stress auf, sondern auch in Ruhe. Entscheidend ist die Belastung der Muskulatur im Bauchraum, die sich auf den Blasenapparat fortpflanzt.

Dranginkontinenz

Die Dranginkontinenz ist durch überfallartigen, nicht zu unterdrückenden Harndrang gekennzeichnet. Bei dieser Form der Harninkontinenz geht dem unwillkürlichen Harnabgang keine Bewegung oder eine andere Belastung der Beckenbodenmuskulatur voraus, sondern er kommt fast „aus dem Nichts“. Auch häufiges Wasserlassen kennzeichnet diese Art der Blasenschwäche. Ursache dafür ist in den meisten Fällen eine überempfindliche oder überaktive Blase (Reizblase).

Mischinkontinenz

Auch eine Mischinkontinenz kann vorliegen. Diese vereint Drang-Beschwerden mit dem unwillkürlichen Verlust von Urin bei Belastungen wie Lachen, Niesen oder körperlicher Betätigung und tritt bei Frauen über 55 deutlich häufiger auf als bei Männern oder Kindern.


Weitere Formen der Harninkontinenz: 

  • Überlaufinkontinenz (fortlaufender Urinabgang in kleinsten Mengen aus der maximal gefüllten Blase),
  • Reflexinkontinenz (Urinverlust aufgrund einer gestörten Übertragung der Nervenimpulse aus dem Gehirn oder Rückenmark zur Muskulatur der Harnblase – beispielsweise durch eine Querschnittslähmung) sowie die
  • extraurethrale Inkontinenz (plötzlicher oder ständiger Harnverlust über die Haut, den Anus oder die Scheide durch Fisteln am harnableitenden System).

Blasenschwäche: Ursachen bei der Frau

Blonde Frau sitz frei von Sorgen am Strand und genießt die Aussicht

Häufigste Ursache einer Blasenschwäche bei der Frau ist ein nicht oder nicht mehr wasserdichter Verschluss der Harnröhre bei Beckenbodenschwäche, lokalem Hormonmangel in den Wechseljahren, Senkungen von Beckenorganen oder nach mehreren Schwangerschaften und Geburten. Auch eine Reizblase kann mit einer Harninkontinenz einhergehen. Durch natürliche Veränderungen im Alter ist die Erkrankung bei Frauen weit verbreitet.

Blasenschwäche: Ursachen beim Mann

Einer Harninkontinenz beim Mann ist fast immer ein operativer Eingriff an der Prostata vorausgegangen, in den meisten Fällen eine Radikalentfernung der Prostata. Auch bei Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson, Schlaganfall oder Kompression von Nervenbahnen kann eine Blasenschwäche auftreten.

Blasenschwäche: Ursachen bei Kindern

Das nächtliche Einnässen und der unfreiwillige Verlust von Urin im Kindesalter werden auch als Blasenschwäche bezeichnet. Die Ursache dafür liegt nicht zwangsläufig in einer Funktionsstörung von Blase bzw. Darm oder in psychischen Belastungen. Oftmals ist es eine Kombination von Kleinigkeiten, die verbessert werden können, beispielsweise das Anpassen des Trinkverhaltens. Auch das Aufwachen durch den Harndrang und das anschliessende Aufsuchen einer Toilette kann gezielt trainiert werden.


Harninkontinenz – was hilft?

Heutzutage lässt sich eine Blasenschwäche gut behandeln. Bis zu 80 Prozent der Patienten können von ihrem Leiden befreit werden. Je nach Form und Schwere der Harninkontinenz sind Beckenboden-Training, Elektrostimulation, Bio-Feedback, aber auch Medikamente und Operationen erfolgreiche Behandlungsmethoden. Dabei wird der konservativen, das heisst der nicht-invasiven Behandlung, stets der Vorzug gegeben – es kommt also in den allermeisten Fällen bei einer Blasenschwäche bzw. Harninkontinenz nicht direkt zur Operation. Stattdessen kann bereits durch Übungen und ein spezielles Training die Muskulatur des Beckenbodens gestärkt werden, was oft zum gewünschten Erfolg führt. Zur Prävention einer schwachen Blase können Sie auch selbst mit einfachen Mitteln beitragen.

So können Sie selbst einem unfreiwilligen Urinverlust vorbeugen

  • Präventives Beckenbodentraining ist die wirksamste Methode, um mit einfachen Übungen eine Harninkontinenz zu vermeiden. Das gilt besonders für Frauen nach der Geburt eines Kindes und Menschen mit Bindegewebsschwäche.
  • Vermeiden Sie Übergewicht, chronischen Husten und Verstopfung. Sie belasten den Beckenboden und begünstigen eine Störung der Blase.
  • Sorgen Sie für Normalgewicht durch mehr Bewegung und gesunde Ernährung.
  • Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking oder Yoga entlasten und stärken den Beckenboden.
  • Mit ballaststoffreicher Ernährung erzielen Sie regelmässigen Stuhlgang ohne Pressen und entlasten damit das Schliessmuskelsystem.

Konservative Therapiemethoden bei schwacher Blase

Liegt eine Blasenschwäche vor, können in vielen Fällen konservative Therapiemethoden wie das Biofeedback beim Beckenboden bereits sehr gute Ergebnisse erzielen und den Patienten ein grosses Stück Lebensqualität im ihrem Alltag zurückgeben. Biofeedback sowie die elektrische Stimulation der Beckenbodenmuskulatur verstehen sich als Ergänzung zum klassischen Beckenbodentraining. Beide Verfahren werden regelmässig bei Frauen und Männern angewendet, um gezielt die Beckenboden- bzw. Blasen-Muskulatur trainieren zu können, da viele Patienten die Muskulatur ihres Beckenbodens nicht willkürlich aktivieren können.

Zusätzlich oder wenn die Übungen noch nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann auch eine medikamentöse Therapie zum Einsatz kommen. Die entsprechenden Wirkstoffe können eingesetzt werden zur Dämpfung einer überaktiven Blase, zur Entspannung des Beckenbodens und zur Erleichterung der Blasenentleerung. Ist eine Blasenentzündung Mitauslöser für die Harninkontinenz, wird auch diese medikamentös behandelt.

Alternativ kann die Technik der Selbstkatheterisierung Anwendung finden. Dabei erlernen Betroffene, in bestimmten Zeitabständen selbst den Harn mittels Katheter abzuführen.

Operationen zur Behebung einer Harninkontinenz

Der dritte Schritt zur Behandlung sind verschiedene moderne Verfahren zur Operation. Eine Unterspritzung der Blasenwand mit krampflösenden Medikamenten kann beispielsweise Abhilfe schaffen bei einer überaktiven Blase. Besteht bei Frauen eine leichte Harninkontinenz, weil der Harnröhrenschliessmuskel geschwächt ist, kann durch die Unterspritzung der Harnröhrenwand die Kontinenz wiederhergestellt werden. Bei einer Stressinkontinenz wird so durch die Verengung der Harnröhre der ungewollte Harnabgang bei Belastungen verhindert. Als weitere operative Behandlungsformen kommen beispielsweise Harnröhrenbänder für den Mann bzw. Harnröhrenbänder für die Frau sowie verschiedene Schliessmuskelprotesen oder Blasenschrittmacher in Betracht. Die meisten Operationen werden stationär durchgeführt und erfordern einen kurzen Aufenthalt in der Klinik sowie anschliessend ein wenig Training. In der Regel erhalten die Patienten so die Kontrolle über ihre Harnblase und das Schliessmuskelsystem zurück und können wieder aktiv und ohne Angst ihren Alltag gestalten.

Welche Methoden zur Behandlung der Blasenschwäche konkret in Frage kommen, erklärt Ihnen der behandelnde Arzt gern nach einer ausführlichen Untersuchung in einem individuellen Beratungsgespräch.

Informieren Sie sich jetzt über Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten

Kontaktieren Sie uns für ein Beratungsgespräch, wir informieren Sie bei Blasenschwäche bzw. Harninkontinenz gerne über Ihre individuellen Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Sie erreichen unser Zentrum (KontinenzZentrum Hirslanden) in Zürich telefonisch unter +41 44 387 29 10. Unsere Klinik ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr geöffnet. Nutzen Sie auch unsere Online Terminvereinbarung!