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Hilfe bei neurogener Blase

Urodynamik, Neurostimulation, Blasenschrittmacher und Botox können helfen

Schlaganfall & Inkontinenz

Blasenprobleme nach einem Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall leidet jeder zweite Betroffene an einer Störung der Blasenkontrolle. In der Akutphase nach einem Schlaganfall, während der Rehabilitation und auch bei Beschwerden im weiteren Verlauf ist eine neurourologische Abklärung und Therapie notwendig.

Folgen eines Schlaganfalles für den Harntrakt

Eine bleibende Behinderung hat meist auch eine Funktionsstörung des Harntraktes bzw. eine Inkontinenz zu Folge. Die Ausprägung hängt von der Ausdehnung und Lokalisation des betroffenen Hirnareals ab. Eine Beeinträchtigung des Frontalhirns und eine Unterbrechung der Nervenbahnen zum Hirnstamm werden als häufigste Ursache einer Harninkontinenz nach einem Schlaganfall angesehen. Einseitige Beschädigungen dieser Regionen führen eher zu einer vorübergehenden Inkontinenz, beidseitige Schäden meist zu dauerhafter Inkontinenz. Eine Blasenschwäche nach einem Schlaganfall gilt als wichtiger Hinweis, wie die Erkrankung verlaufen wird und ob der Kranke später von äusserer Hilfe abhängig sein wird. Bei vielen Patienten erholt sich die Blase glücklicherweise wieder. Drei Monate nach dem Ereignis geben noch 50% der Betroffenen urologische Beschwerden an, meist eine Dranginkontinenz oder ein Problem, die Blase zu entleeren. Sechs Monate nach dem Ereignis sind ohne Therapie immerhin noch 20 bis 30% von einer Inkontinenz betroffen. In der Akutphase nach einem Schlaganfall, während der Rehabilitation und auch bei Beschwerden im weiteren Verlauf ist eine neurourologische Abklärung und Therapie notwendig.

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