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INKONTINENZ – DAS WAR GESTERN!

Erfahrene Experten behandeln Blasenstörungen effektiv und individuell

Inkontinenz

Unfreiwilliger Harnverlust: Ursachen, Symptome, Diagnose und Therapie

Unfreiwilliger Harnverlust, die Inkontinenz, kann bei Frauen und Männern gleichermassen auftreten. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Etwa jede vierte Frau macht im Laufe ihres Lebens die Erfahrung, unkontrolliert Urin zu verlieren. In der Regel vergeht wertvolle Zeit zwischen den ersten Symptomen und einer Behandlung, Betroffene entwickeln zumeist einen hohen Leidensdruck, bevor sie Hilfe in Anspruch nehmen. Vielen ist nicht bewusst, dass auch in komplizierteren Fällen und im höheren Alter meist die Blasenfunktion wiederhergestellt oder zumindest deutlich verbessert werden kann.

Das Wissen über die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten bei ungewolltem Urinverlust hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, sodass eine effektive Inkontinenz Therapie dieLebensqualität stark verbessert. Für eine wirkungsvolle Behandlung ist eine ausführliche Diagnostik durch einen Facharzt unabdingbar.

Gerne beraten wir Sie zu Diagnose- und Therapiemöglichkeiten im KontinenzZentrum Hirslanden, Zürich! 

Unser Ziel

Lebensqualität durch erfolgreiche Behandlung von Blasenstörungen und Inkontinenz

Bei vielen von Inkontinenz Betroffenen schränken nicht die klassischen Symptome des Alters oder der Krankheit die Lebensqualität ein, sondern vielmehr die Probleme der Blase und die Urininkontinenz. Hier können wir helfen.

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Kontaktieren Sie uns für ein Beratungsgespräch, wir informieren Sie gerne über Ihre individuellen Behandlungsmöglichkeiten.

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 Welche Formen und Symptome der Urininkontinenz gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Inkontinenz, die sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Die sogenannte „Blasenschwäche“ ist keine eigene Form der Inkontinenz. Vielmehr wird der Begriff im Volksmund als Synonym für verschiedene Störungen der Blasenfunktion verwendet, die oft zu unrecht als Bagatelle abgetan werden. Damit werden sowohl der Aspekt einer medizinischen Erkrankung als auch deren gute Behandelbarkeit heruntergespielt. Zumeist findet dadurch weder eine Ursachenforschung noch eine passende Therapie statt. Viele Betroffene finden sich unnötigerweise mit ihrer Situation ab.

Die häufigsten Formen der Harninkontinenz sind:

 Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)

Bei einer Belastungsinkontinenz kommt es zum ungewollten Verlust von Urin, sobald sich der Druck im Bauchraum – und damit auf die Harnblase und den Beckenboden – erhöht. Das passiert beispielsweise bei körperlicher Belastung, Husten und Niesen. Üblicherweise verspüren Betroffene vor dem Urinverlust keinen Harndrang. Der Harnabgang kommt plötzlich, mitunter tröpfchenweise oder auch im Strahl. Die Stresskontinenz tritt häufig bei Frauen auf und beruht auf der Schwächung der Beckenbodenmuskulatur. Der Zustand lässt sich zumeist gut mit konservativen Therapieverfahren (z. B. regelmässige Übungen nach professioneller Anleitung, Medikamente) verbessern.

→ Erfahren Sie mehr zur Belastungsinkontinenz

 Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz)

Plötzlicher, starker und unaufhaltsamer Harndrang, der wie aus dem Nichts auftritt, ist charakteristisch für diese Inkontinenz-Form. Aber auch ein Glas Wasser, eine Tasse Kaffee oder plätschernde Geräusche können auslösende Faktoren für plötzlichen Harndrang mit darauf folgendem, unwillkürlichen Urinabgang sein. Die Form wird häufig auch als Reizblase, überempfindliche Blase, überaktive Blase oder plötzliche Urininkontinenz bezeichnet. Je nach Ursache erfolgt die Behandlung konservativ, medikamentös oder operativ.

→ Erfahren Sie mehr zur Dranginkontinenz

 Mischinkontinenz

Treten gleichzeitig Symptome der Belastungs- und der Dranginkontinenz auf, liegt eine Misch-Harninkontinenz vor. Betroffene sind in der Öffentlichkeit oft angespannt und fürchten unvorhersehbaren Druck (z.B Niesen, Husten) und plötzlich auftretenden, unkontrollierbaren Harndrang. Zumeist scannen sie die Umgebung dauerhaft nach einer Toilette in der Nähe. Die Häufigkeit dieser Form ist bei den Geschlechtern ungleich verteilt: Vor allem Frauen sind von der Mischinkontinenz betroffen. Auch erfolgt die Behandlung je nach zugrunde liegender Ursache.

→ Erfahren Sie mehr über die Mischinkontinenz

 Seltenere Formen

Oft gibt es Mischformen sowie weitaus seltenere Formen aufgrund anatomischer oder krankheitsbedingter Ursachen wie

  • die supraspinale und spinale Reflexinkontinenz
  • die Inkontinenz bei erschwerter und unvollständiger Blasenentleerung, früher auch Überlaufinkontinenz genannt
  • die extraurethrale Inkontinenz
  • die Enuresis (nächtliches Einnässen bei Kindern)

 Ursachen: Inkontinenz und Blasenschwäche haben vielfältige Gründe

Inkontinenz bei Frauen muss nicht belastend sein – sie lässt sich gut behandeln

 Inkontinenz bei der Frau

Jede zweite Frau bemerkt nach dem fünfzigsten Lebensjahr eine Inkontinenz der Blase unter körperlicher Belastung, etwa beim Niesen, Husten, Lachen oder beim Sport. Mit steigendem Alter, der Anzahl der Geburten und durch hormonelle Veränderungen sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Aber auch typische Beschwerden einer Reizblase wie häufiger und verstärkter Harndrang, eine verkürzte Vorwarnzeit bis hin zu einem Harnverlust mit Drang (Dranginkontinenz) treten bei Frauen ab 50 Jahren zunehmend häufiger auf.

Inkontinenz beim Mann - dank guter Behandlungsmöglichkeiten die Sorgen am Strand vergessen

 Inkontinenz beim Mann

Männer ab 50 plagt häufig die vergrösserte Prostata mit häufigem Harndrang und lästigem nächtlichen Wasserlassen. Die sich langsam vergrössernde Prostata engt zunehmend den Harnabfluss ein und irritiert so die Blase. In der Folge treten dann häufiges Urinieren in der Nacht, ein generell häufiger und verstärkter Harndrang mit kurzer Vorwarnzeit und Dranginkontinenz auf. Auch die Überlaufinkontinenz betrifft Männer häufig. Hierbei verengt oftmals eine vergrösserte Prostata die Harnröhre und verhindert, dass sich die Blase beim Toilettengang vollständig entleert. Durch die permanent überfüllte und an die Grenze ihrer Dehnbarkeit stossende Harnblase ermüdet der Schliessmuskel schliesslich und Urin wird tröpfelnd verloren.

Keine Sorgen über Inkontinenz - Kind und Vater bauen eine Sandburg am Strand

 Inkontinenz bei Kindern

Im frühen Kindesalter besteht zunächst unkontrollierte Blasenentleerung. Im Zuge der Ausreifung der Blasenkontrolle erlangt das Kind zunächst am Tage und später auch nachts die Fähigkeit, die Blase willkürlich zu kontrollieren. Erlernt das Kind dies nicht oder verliert diese Fähigkeit wieder, müssen die Ursachen gefunden werden. Kindliche Blasenfunktionsstörungen sind vielschichtig, wobei organische, neurologische und psychische Aspekte beachtet werden müssen. Die Spezialisten für Kinderurologie im KontinenzZentrum Hirslanden beraten Sie ausführlich zu individuellen Behandlungsmöglichkeiten.

 Urinkontinenz nach einer Operation

Nach einer Operation der Prostata ist eine Harninkontinenz oft das grösste Problem. Erfahren Sie mehr über Inkontinenz nach Prostata-Operationen.

Auch Senkungsoperationen sowie Operation an der Wirbelsäule, Operationen am Becken oder bei Gebärmutterkrebs etc. können zu einer Beeinträchtigung der Blase und unfreiwilligem Harnverlust führen. Inkontinenz kann auch als Folge von Blasensenkung oder Senkung anderer Beckenorgane auftreten.

Neurogene Inkontinenz durch Schlaganfall, Paraplegie oder andere Erkrankungen des Nervensystems

 Neurogene Inkontinenz

Verletzungen wie eine Querschnittlähmung/Paraplegie oder Erkrankungen des Nervensystems, wie die Multiple Sklerose, der Schlaganfall oder die Parkinson-Krankheit, können Auslöser einer Störung der Blasenfunktion oder einer Inkontinenz sein. Hierbei liegt die Störung bei einer Signalübertragung der beteiligten Nerven im fein abgestimmten System von Blasenmuskulatur, Schliessmuskel und Beckenbodenmuskulatur. Auch zwischen dem Gehirn und den beteiligten Organen können Störungen vorliegen sowie im Gehirn selbst zuständige Areale geschädigt sein. Unsere Neurourologie bietet Ihnen weiterführende Informationen zu neurogener Inkontinenz.

 Seltene Form: Extraurethrale Inkontinenz

Eine der seltenen Formen der Urininkontinenz ist beispielsweise die extraurethrale Inkontinenz, bei der ein unnatürliches Verbindungskanälchen zwischen dem harnableitenden System (wie Harnblase, Harnröhre) und der Haut, dem Darm oder dem weiblichen Genitaltrakt besteht. Folglich kann bei dieser Inkontinenz-Form tröpfchenweise Urin über die Hautöffnung, den After oder die Scheide abgehen, ohne dass Betroffene dies durch willentliche Anspannung des Beckenbodens verhindern können.

 Stuhlinkontinenz und ihre Ursachen

Nur selten ist eine Stuhlinkontinenz angeboren. Häufig ist eine Stuhlinkontinenz erworben und beruht auf einer Störung oder Schädigung des Mastdarms oder des Schliessmuskels. Hierbei kann es zum unkontrollierten Abgang von Luft, Stuhlschmieren bis zum vollständigen Kontrollverlust über den Stuhlgang kommen. Mögliche Ursachen für diese Art der Inkontinenz können sein:

  • Verletzungen des Schliessmuskels oder der Analhaut durch Geburten, Operationen, Unfälle
  • Chronisch-entzündliche Erkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Beckenboden-Insuffizienz
  • Medikamente

Weitere Informationen zum Thema Stuhlinkontinenz finden Sie hier.

 


Gesundheitssendung CheckUp

Inkontinenz

Eine Harninkontinenz hat enorme Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität, Betroffenen ist jeder unwillkürliche Urinverlust sehr unangenehm und peinlich. Obwohl sehr viel verbreiteter als allgemein angenommen, ist die Inkontinenz ein weitgehend tabuisiertes Problem. Schätzungen gehen von 400.000 betroffenen Frauen und Männern in der Schweiz aus. CheckUp - das Gesundheitsmagazin zeigt Behandlungsmöglichkeiten und bricht das Schweigen mit einer Betroffenen.

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 Diagnose von Inkontinenz und Blasenstörung

Eine sorgfältige und möglichst frühzeitige Diagnose ist wichtig, um die Urininkontinenz effektiv behandeln zu können. Hierzu gehört einerseits das persönliche Gespräch zwischen Arzt und Patient, andererseits die körperliche Untersuchung.

 Anamnese

Frau im Badezimmer vor der Toilette - wie oft müssen Sie Wasserlassen?

In einem ausführlichen Anamnesegespräch erfragt der Arzt die genauen körperlichen Beschwerden des Patienten sowie weitere Hintergründe der Krankengeschichte. Hierbei wird sich der Arzt diskret nach Einzelheiten und Toilettengewohnheiten erkundigen, zum Beispiel: 

  • Wie oft müssen Sie die Toilette aufsuchen?
  • Sind die Urinmengen beim Harnlassen sehr klein oder sehr gross?
  • Wie sind die Ernährungs- und Trinkgewohnheiten? 
  • Haben Sie ein Kind entbunden?
  • Wurden Sie operiert?
  • Können Sie spüren, ob Ihre Blase leer oder gefüllt ist?
  • In welchen Situationen – beispielsweise beim Niesen, Husten, Lachen, Aufstehen, Gehen oder Hinsetzen – tritt unwillkürlicher Urinverlust auf?
  • Haben Sie Schmerzen?


Auch Krankheiten und Medikamenteneinname werden erfragt. Auf Basis ehrlicher Antworten des Patienten kann der Arzt bereits Rückschlüsse auf eine bestimmte Form der Inkontinenz oder mögliche Auslöser ziehen.

Miktionstagebuch

Ebenfalls kann es nützlich sein, dass der Patient für einige Tage ein Protokoll mit Angaben zu Trinkverhalten und Wasserlassen, ein sog. Miktationstagebuch bzw. Blasentagebuch, führt.

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Sie erreichen uns telefonisch unter +41 44 387 29 10,
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 Körperliche Untersuchung

Schmerzfreie Ultraschall-Untersuchung bei Inkontinenz

Im Anschluss an die Anamnese kann der Arzt gezielte körperliche Untersuchungen der verdächtigen Organe veranlassen. Das können unter anderem sein:

 Inkontinenz Therapie: Gute Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Formen, Ursachen und Schweregrad der Erkrankung ergeben sich unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Wie genau lässt sich eine Inkontinenz behandeln?

In vielen Fällen können konservativen Therapieformen wie Beckenbodentraining oder Biofeedback-Training bereits sehr gute Ergebnisse erzielen und den betroffenen Menschen eine deutlich verbesserte Lebensqualität schenken.

Auch moderne operative Verfahren führen heutzutage oftmals zum gewünschten Erfolg. Eine erfolgreiche Therapie verbessert das Lebensgefühl signifikant: Patienten können meist wieder aktiv am Gesellschaftsleben teilhaben, Sport treiben und sich in allen Situationen unbeschwerter bewegen.


 Das können Betroffene selbst tun

Eine Urininkontinenz ist kein unabdingbares Schicksal. Vielmehr gibt es einige Maßnahmen, die Patienten selbst ergreifen können, um einer Verschlimmerung von Blasenschwäche vorzubeugen.

Älteres Paar geht draussen spazieren - unbeschwerter leben und Inkontinenz selbst vorbeugen
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr - etwa zwei Liter am Tag. Saure Fruchtsäfte und Cranberryprodukte säuern den Urin an und unterstützen die Blasenfunktion.
  • Meiden Sie Koffein und Alkohol, diese reizen die Blase zusätzlich.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Übergewicht stellt einen Risikofaktor für Inkontinenz dar, da es den Druck in der Bauchhöhle erhöht.
  • Gehen Sie regelmäßig zur Toilette, auch vorbeugend.
  • Vermeiden Sie Zugluft und Kälte.
  • Achten Sie auf eine ausgeglichene Darmfunktion und regelmässigen Stuhlgang.

Grundsätzlich ist eine Inkontinenz gut behandelbar. Eine möglichst frühzeitige ärztliche Abklärung und Behandlung der Beschwerden erhöht die Lebensqualität von Betroffenen. Gerne beraten wir Sie persönlich!

 

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