Wir machen schwache Blasen fit

Effektive Behandlung von Inkontinenz, Blasenstörungen, Beckenbodenschwäche & Senkungen

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Intravesikale Elektrostimulation des Blasenmuskels

Die elektrische Stimulation der Blase zählt zu den bewährten konservativen Therapieverfahren bei Blasenfunktionsstörungen. Bei der intravesikalen Elektrostimulation – auch intravesikale Stimulation oder funktionelle Stimulation der Blase – wird ein geschwächter Blasenmuskel direkt von innen trainiert. Die Spezialisten für Urologie, Neurourologie und Urogynäkologie vom KontinenzZentrum Hirslanden in Zürich klären im Vorfeld genau ab, ob diese Form der Blasenstimulation für Sie geeignet ist – informieren Sie sich über Ihre individuellen Behandlungsmöglichkeiten.

So funktioniert die elektrische Stimulation der Blase

Bei der intravesikalen (im Inneren der Blase wirkenden) Stimulation handelt es sich um eine direkte elektrische Reizung des Blasenmuskels. Für die Behandlung wird ein elektrisches Feld aufgebaut, für das ein positiver und ein negativer Pol angelegt werden. Der negative Pol befindet sich auf der Bauchdecke, dort werden mit einem Kontaktgel Elektroden auf der Haut befestigt. Der positive Pol ist auf der Spitze eines dünnen, in die Blase eingelegten Spezialkatheters angebracht.

Die Blase wird zunächst mit der definierten Menge einer Kochsalzlösung gefüllt. Während der Behandlung wird die Muskulatur in der Blasenwand in einem elektrischen Feld trainiert. Die Stimulation selbst wird als ein Kribbeln wahrgenommen und ist nicht schmerzhaft. Die einzelne Behandlung dauert 30 min, in der Regel ist für eine nachhaltige Wirkung jedoch ein Behandlungszyklus von 12 bis 15 Sitzungen in einem Zeitraum von 6 bis 8 Wochen notwendig.

Wirksamkeit der Methode: Studien und Evidenz

Die Methode der intravesikalen Stimulation wird schon seit vielen Jahren erfolgreich bei erschwerter und unvollständiger Blasenentleerung auf Grund eines schwachen Blasenmuskels angewendet. Das Verfahren wird bereits seit Jahrzehnten erforscht: Die heute gebräuchliche Methode wurde Ende der 1950er-Jahre von Prof. Katona beschrieben und ab den 1970er-Jahren durch Prof. Madersbacher an der Universitätsklinik Innsbruck für die Neuro-Urologie weiterentwickelt. Studien zeigen insbesondere bei geschwächtem Blasenmuskel (Detrusor) eine Verbesserung der Blasenwahrnehmung und der Entleerungsfunktion; in klinischen Untersuchungen liess sich der Restharn deutlich verringern, sodass viele Betroffene ihre Blase wieder spontan entleeren konnten.

Die Trainingstherapie des Blasenmuskels unterstützt sehr wirksam die Regeneration der Blasenfunktion. Die Stimulation schärft die Wahrnehmung der Blasenfüllung und des Harndrangs, so dass die Entleerung leichter möglich ist. Der im elektrischen Feld trainierte Muskel kann einen höheren Druck zur Entleerung aufbringen und so die Blase wieder vollständig entleeren.

Abzugrenzen von der intravesikalen Elektrostimulation, die einen zu schwachen Blasenmuskel gezielt aktiviert, sind externe Verfahren gegen die gegenteilige Störung – die überaktive Blase. Sie wirken über die Nerven, die die Blasenfunktion steuern. Dazu zählt die sakrale Neuromodulation, die vor allem bei einer überaktiven Blase (OAB) und Dranginkontinenz eingesetzt wird. Die intravesikale Elektrostimulation selbst gilt als gut verträgliche und nebenwirkungsarme Methode. Welches Verfahren im Einzelfall geeignet ist, entscheidet der Facharzt nach eingehender urologischer Abklärung.

Für wen eignet sich die elektrische Blasenstimulation?

Die elektrische Blasenstimulation eignet sich in erster Linie für Patienten, deren Harnblase sich nicht vollständig entleert – etwa bei Restharn infolge einer neurogenen Erkrankung oder einer ausgeprägten Schwäche des Blasenmuskels. Auch wenn medikamentöse Therapien die Entleerung nicht ausreichend verbessern, kann das gezielte Training im elektrischen Feld eine sinnvolle Option sein. Ob die Behandlung infrage kommt, klärt der Urologe nach fundierter Diagnostik; durchgeführt wird die Therapie anschliessend durch die erfahrenen Spezialisten in unserem Zentrum.

Je nach Befund lässt sich die Elektrostimulation der Blase mit weiteren konservativen Verfahren kombinieren. Mit Biofeedback für den Beckenboden lernen Betroffene, die beteiligte Muskulatur und die Blasenfunktion bewusst wahrzunehmen und gezielt zu steuern. Verbleibt trotz Training eine grössere Restharnmenge in der Harnblase, schützt die intermittierende Selbstkatheterisierung die Nieren und stellt die vollständige Blasenentleerung sicher. Besteht zusätzlich eine Inkontinenz, beraten unsere Fachärzte zu weiteren abgestuften Behandlungsmöglichkeiten.

Kontaktieren Sie uns

Sie sind von Inkontinenz betroffen oder vermuten eine beginnende Blasenfunktionsstörung? Informieren Sie sich jetzt über Ihre individuellen Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten rund um die intravesikale Elektrostimulation und weitere Therapieverfahren.

Sie erreichen unser KontinenzZentrum in Hirslanden, Zürich telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular.